Kasimir Malewitsch und der Suprematismus in der Sammlung Ludwig

Zum erstem Mal seit 20 Jahren zeigt das Museum Ludwig in Köln seine umfangreiche Sammlung von Werken des russischen Künstlers Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch. Die Ausstellung ist der zweite Teil der Projektreihe zur russischen Avantgarde, mit der das Museum neue Blicke auf seine Sammlung gewährt.

Kasimir Malewitsch: Dynamischer Suprematismus (Supremus Nr. 38), 1916, Öl auf Leinwand, 102,4 x 66,9 cm © Sammlung Ludwig/Collection Ludwig (Quelle:www.museenkoeln.de)Kasimir Malewitsch: Dynamischer Suprematismus (Supremus Nr. 38), 1916, Öl auf Leinwand, 102,4 x 66,9 cm © Sammlung Ludwig/Collection Ludwig (Quelle:www.museenkoeln.de)Die rund 50 grafischen Arbeiten, vier Gemälde und eine Skulptur aus allen Schaffensperioden ermöglichen einen Einblick in die Entwicklung des Künstlers von der gegenständlichen Kunst über die Abstraktion und wieder zurück zur Gegenständlichkeit. Ergänzt werden die Arbeiten Malewitschs durch Werke von Künstlern aus seinem Umfeld, darunter Ekaterina Bugrowa, Iwan Kljun, Nina Kogan, Ljubow Popowa, Kliment Redko, Nicolai Suetin und Ilja Tschaschnik. Sie belegen Malewitschs Einfluss auf seine Zeitgenossen.

Malewitsch: Begründer des Suprematismus

Malewitsch war Hauptvertreter der Russischen Avantgarde und Begründer des Suprematismus. Der Begriff steht sowohl für die abstrakten Kompositionen aus reinen Flächenformen als auch für Malewitschs Theorie der reinen Gegenstandslosigkeit in der Kunst. Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Präsentation der beiden Gemälde aus der suprematistischen Werkphase Malewitschs »Supremus Nr. 38« von 1916 und »Suprematistische Komposition« von 1915, das für die Ausstellung umfangreich restauriert wurde. Beide Gemälde wurden im Vorfeld kunsttechnologisch untersucht. Die Ergebnisse werden in der Ausstellung umfassend dokumentiert. Das Publikum lernt durch Detailaufnahmen bestimmte maltechnische Merkmale wie z. B. Oberflächenstrukturen und Pinselführung kennen – aber auch, welchen Einfluss Restaurierungsmaßnahmen auf das Erscheinungsbild der Gemälde haben können.

Malewitschs Werk verfolgen und nachvollziehen

Wie die Gemälde in der Sammlung, stammen auch die Zeichnungen Malewitschs aus allen Schaffensperioden, von seinen gegenständlichen Anfängen um 1903 über seine berühmte Erfindung und Ausarbeitung des (abstrakten) Suprematismus bis hin zu seiner Rückkehr zur Gegenständlichkeit. Diese Wende in seinem Spätwerk ist erst seit kurzem zum kunsthistorischen Forschungsgegenstand geworden. Die umfassende Sammlung Ludwig eignet sich hervorragend sowohl zur Erforschung der Abstraktion als auch der Gegenständlichkeit. Das Publikum kann die Entwicklungen in Malewitschs Werk verfolgen und nachvollziehen. Die Gegenüberstellung seiner frühen gegenständlichen Arbeiten mit den späteren ermöglicht einen einzigartigen Vergleich.

Ein Katalog, der die vollständigen Ergebnisse der kunsttechnologischen Untersuchungen aller vier Gemälde Malewitschs aus der Sammlung Ludwig dokumentiert und weitere wissenschaftliche Texte zu Malewitsch enthält, erscheint im Frühjahr 2010 mit Unterstützung der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museum Ludwig e. V.

Wann?

05. Februar bis 22. August 2010

Wo?

(Quelle: PM des Presseservice der Museen der Stadt Köln)

5. Februar 2010, ah

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Köln & Rhein-Erft-Kreis
Tags:
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