Knochenarbeit im LWL-Museum für Archäologie

Das LWL-Museum für Archäologie in Herne bietet Handwerksbegeisterten am 25. und 26. Oktober 2014 ein zweitägiges Seminar zum Thema »Knochenschnitzen«. Schon die Menschen in der Steinzeit wussten, dass sich aus den Tierknochen wertvolle Werkzeuge, Schmuck, Waffen und Spielzeug anfertigen ließen. Wie das genau vor sich ging, lernen Jugendliche und Erwachsene unter fachmännischer Anleitung jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen Spielsteine, mit denen sich vor rund 800 Jahren der westfälische Adel die Zeit vertrieb. Bei der Arbeit mit Knochen kommt die Dreule zum Einsatz. Das Werkzeug, das sich für die Verzierung von Knochen besonders eignet, gehört zu den frühen mechanischen Handbohrmaschinen und wurde schon vor Jahrhunderten für die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien genutzt.

Nach einem Rundgang durch die Dauerausstellung fertigt jeder Teilnehmer für sich einen kompletten Satz von Spielfiguren aus Knochen, je nach Wunsch für Schach, Backgammon oder Mühle. Zur weiteren Spielausrüstung gehören auch ein hölzernes Brett und ein lederner Beutel für die Aufbewahrung der Spielsteine.
Das Kreativseminar ist für Jugendliche ab 16 Jahren, Kinder ab zwölf Jahren in Begleitung eines Erwachsenen und für Erwachsene konzipiert, dafür betragen die Kosten 110 Euro pro Person, inklusive Material, zzgl. Museumseintritt.

Selbst Archäologe sein ist bei der Mitmachausgrabung »Fundort Grabungscamp« am 26. Oktober 2014 möglich. Dieser Teil des sonntäglichen Programmangebots findet um 15.00 Uhr im Außengelände des LWL-Museums statt. Hier darf jeder dem Fieber der Schatzsucher verfallen. Mit Kelle und Pinsel, dem Handwerkszeug der Archäologen, geht es Schwertern, Keramikscherben und römischen Fibeln im Boden ganz fachmännisch auf die Spur. Die Nachwuchsforscher arbeiten unter idealtypischen Bedingungen und mit versierter Anleitung innerhalb einer inszenierten Grabungsfläche. Um die Arbeitsweise eines Archäologen in all ihren Facetten kenn zu lernen, werden die entdeckten Funde fachmännisch mit Stift, Zeichenbrett und modernen Vermessungsgeräten genau bestimmt, datiert und dokumentiert.
Die Kosten betragen für Erwachsene 7 Euro, für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 3,60 Euro, Familien zahlen 15 Euro.

Wer jedoch lieber gänzlich auf eigene »Arbeit« verzichten möchte, ist in der Führung durch die Dauerausstellung »gesucht. gefunden. ausgegraben.« am richtigen Platz. Um 14.00 Uhr geht es in einer nachgestalteten Ausgrabungslandschaft im Zeitraffer durch die Geschichte Westfalens. Auf einem Steg, der chronologisch durch Bodenfunde der Menschheitsgeschichte führt, vorbei an Gräbern und Brunnen, durch ein Erdwerk früher Bauern und eine Kirche der ersten Christen, durch Höhlen und Städte, erwandern sich die Besucher 250.000 Jahre Geschichte der Region. Die Führung ist kostenfrei, es ist lediglich der Museumseintritt zu entrichten.

Ein weiterer Programmpunkt am Sonntag ist um 16.00 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung »Das weiße Gold der Kelten«. Der Besucher erfährt Neues über den kostbaren Schatz der Menschen im Tal über dem Hallstätter See in Österreich. Dort bauten um 850 v. Chr. die Kelten systematisch Salz ab und kamen zu immensem Reichtum. Das Salz, bei Speisen unerlässlicher Bestandteil, war über lange Zeit ein Luxusgut und als »weißes Gold« gehandelt. Erst im 19. und 20. Jahrhundert wandelte es sich zum Alltagsprodukt. Durch den archäologischen Fund des prähistorischen Gräberfeldes im Jahr 1846 wurde Hallstatt weltberühmt. Bei der Sonderausstellung lassen über 250 Objekte aus dem Naturhistorischen Museum Wien das älteste noch in Betrieb stehende Bergwerk der Welt wieder aufleben. Die Führung kostet für Erwachsene 6 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen 3 Euro.

Für alle Angebote ist aufgrund der hohen Nachfrage eine vorherige telefonische Anmeldung während der Öffnungszeiten unter Tel. 02323 94628-0 oder -24 zu empfehlen.

Termine:

Samstag, 25. Oktober 2014 (Teil 1), und Sonntag, 26. Oktober 2014 (Teil 2), jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr
»Knochenschnitzen«, Kreativseminar
Altersstufen: Jugendliche ab 16 Jahren (Kinder ab 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen) und Erwachsene
Kosten: 110 Euro pro Person, inklusive Material, Museumseintritt ist frei

Sonntag, 26. Oktober 2014

14.00 Uhr
»gesucht. gefunden. ausgegraben.«
Altersstufen: Erwachsene
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: Eintritt frei

15.00 Uhr
»Fundort Grabungscamp«, Mitmachausgrabung im Außengelände des Museums
Altersstufen: Erwachsene und Kinder
Kosten: Erwachsene 7 Euro, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren: 3,60 Euro, Familien 15 Euro

16.00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung »Das weiße Gold der Kelten«
Kosten: Erwachsene: 6 Euro, Ermäßigt: 4 Euro, Kinder, Jugendliche (6 bis einschl. 17 Jahre), Schülerinnen und Schüler: 3 Euro, Familien-Karte: 14 Euro, Gruppen Erwachsene (ab 16 Personen) pro Person: 5 Euro

Wo?

(Quelle: PM des Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL)

21. Oktober 2014, ts

Rubrik:
Dies & Das, Kunst & Kultur
Region:
Ruhrgebiet
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