KLANGART Open Air im Juli 2014

Mit Dave Holland, dem einstigen Miles-Davis-Bassist, und seinem Quartett Prism kommen am 19. Juli 2014 absolute Superstars der Modern-Jazz-Szene nach Wuppertal. Nicht minder spannend dürfte der Auftritt von Adam Bałdych und seines Quartetts am nächsten Abend, Sonntag. 20. Juli 2014 werden.

Bałdych gehört zur eher seltenen Spezies der Jazzgeiger; sein geradezu »teuflisches«, von Kaffeehausklischees gänzlich freies Spiel hat ihm den anerkennenden Spitznamen »Evil« eingebracht.

Die Cragg Foundation veranstaltet 2014 zum sechsten Mal die Konzertreihe KLANGART und hat wieder Größen der internationalen Jazz- und Weltmusikszene in den Skulpturenpark Waldfrieden eingeladen. An diesem Ort finden in einzigartiger Weise Natur, Kunst und Musik zusammen: Der Veranstaltungsrahmen, im Ausstellungspavillon oder open air vor der Villa Waldfrieden, zählt zu dem schönsten Konzertambiente weit und breit. Dies genießen Musiker wie auch Zuhörer gleichermaßen. In Musikerkreisen spricht man über die feine Konzertreihe mit Festivalcharakter, unter Zuhörern ist sie längst kein Geheimtipp mehr und zieht alljährlich ein großes Publikum an, das weit über die Region hinaus den Weg nach Wuppertal findet.

Samstag, 19. Juli 2014 um 19.00 Uhr > Open Air

Dave Holland Quartett >Prism<

Dave Holland (Bass), Kevin Eubanks (Gitarre), Craig Taborn (Piano), Eric Harland (Schlagzeug)

|Prism» sei ein Bandprojekt, betonte Dave Holland in Interviews immer wieder. Angesichts von hochkarätigen Namen wie Kevin Eubanks, Craig Taborn und Eric Harland hat dieser basisdemokratische Ansatz durch­aus Berechtigung. Doch auch wenn die Stücke in einem gemeinsamen kreativen Prozess entwickelt werden, scheint in der energetischen, metrisch-rhythmisch genial vertrackten Musik doch die Handschrift Hollands als Initiator und (nicht nur) nomineller Leader durch. Hollands Karriere nahm 1968 Fahrt auf, als Miles Davis den Briten nach New York in seine Band holte. Er war an den stilbil­denden Alben »In a Silent Way« and »Bitches‘ Brew« beteiligt und ist damit einer der Erfinder der Jazz-Fusion. Seit seinem eigenen 72er-Debüt »Conference Of The Birds« hat er unzählige Alben als Leader, Co-Leader und Sideman aufgenommen. Die vier Prism-Musiker kennen sich zum Teil schon seit Jahr­zehnten. Ihr Zusammenspiel als feste Band haben sie zunächst live auf Tour entwickelt, bevor sie es auf CD festgehalten haben. Inzwischen dürfte die Band wieder einen Schritt weiter sein, denn Jazzmusiker wie Holland kennen eines nicht: Stillstand.

Sonntag, 20. Juli > 18.00 Uhr > Open Air

Adam Bałdych Quartett >Imaginary<

Adam Bałdych (Violine), Pawel Tomaszewski (Piano), Michal Baranski (Bass), Pawel Dobrowolski (Schlagzeug)

Geigenvirtuosen sind vergleichsweise rar im Jazz, und bemer­kenswert viele von ihnen stammen aus Polen: Michal Urbaniak und Zbigniew »Zbiggy« Seifert etwa und nun auch Adam Bałdych. Von den polnischen »Elders« hat er sich längst emanzi­piert. Sein atemberaubendes Spiel von geradezu »teuflischer« Virtuosität, Expressivität und Variabilität hat ihm den anerken­nenden Spitznamen »Evil« eingebracht. »Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz«, schrieb die FAZ nach sei­nem Auftritt beim JazzFest Berlin 2011.
Klassisch ausgebildet und in Polen als »Wunderkind«, entschied sich der 1986 geborene Bałdych mit 13 für den Jazz: »Er gab mir die Freiheit, die ich suchte.« Seine internationale Karriere begann mit 16. Nach einem Stipendium am Berklee College of Music in Boston wurde New York zur Wahlheimat. An der Seite von Größen wie Jim Beard und mit seiner Band Damage Control feierte er weltweite Erfolge.
Mit seinem von Nils Landgren und Siggi Loch produzierten ACT-Debüt hat er die Möglichkeiten der Jazzgeige neu definiert: Weit und breit ist kein Kaffeehaus-Schluchzen zu hören, seine Linien erinnern eher an die eines Bläsers und mehrstimmige Passagen an das Akkordspiel eines Pianisten.

Kunstgenuss vor dem Konzert

Im Eintritt aller Konzerte ist der Besuch des Skulpturenparks Waldfrieden enthalten. Die Besucher sind eingeladen, vor den Konzerten einen Spaziergang durch den weitläufigen Park zu unternehmen, wo unter vielfältigem Baumbestand und auf Lichtungen Kunstwerke von Tony Cragg und anderen bedeutenden Künstlern zu finden und zu betrachten sind.

Kulinarischer Genuss nach dem Konzert

Ein besonderes Erlebnis sind die Dinner nach den KLANGART-Konzerten in der Villa Waldfrieden. Gemeinsam mit den Künstlern können Besucher mit einem speziellen Ticket in den sonst nicht öffentlich zugänglichen Räumen ein mehrgängiges Menü genießen.

Wo?

(Quelle: PM der re-book marketing kommunikation)

15. Juli 2014, ts

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Die Bergischen Drei
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