Ausstellung zum Wettlauf mit der Zeit

Die Ausstellung »Tempo Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit« beleuchtet ab dem 15. Juni 2014 in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund, wie sich Zeitbewusstsein und Zeitordnungen von der Frühen Neuzeit bis heute gewandelt haben.

Schnell noch einen Kaffee auf die Hand, mit dem intelligenten Mobiltelefon in sozialen Netzwerken eine Nachricht hinterlassen oder mal eben im Internet nachschauen, was die Welt an Neuigkeiten hervorbringt: Unser Alltag besteht aus dem permanenten Zwang, Zeitabläufe immer enger zu takten.

Zeitmesser, Zeitfresser, Zeitsparer, Zeitinsel: Anhand von 250 Objekten, vom Stundenzettel der Postreiter aus dem frühen 18. Jahrhundert bis zum Reißverschluss, zeigt die Sonderschau aus dem Museum für Kommunikation Frankfurt, Museumsstiftung Post und Telekommunikation, warum sich unsere Gesellschaft immer schneller dreht. Doch: Überraschung. Bereits im Zeitalter der Postkutsche befinden sich die Menschen Wettlauf mit der Zeit. Aber woran liegt es dann, dass wir gefühlt immer weniger Zeit haben, obschon wir vieles schneller erledigen können als früher?

Gleich im Eingangsbereich werden die Besucher daher aufgefordert, ihre Besuchszeit zu kontrollieren und den »Einlass« abzustempeln. Ab dann läuft die Uhr. Insgesamt drei Ausstellungsbereiche zu »Raum«, »Zeit« und “Mensch” sorgen für einen kurzweiligen Einblick in die Geschichte des »Keine-Zeit- Habens«. Dabei geht es vor allem um Mobilität und Verkehr, Kommunikation und Medien, Wissen und Arbeit.

So begeben sich die Besucher unter dem Motto »Immer schneller« zunächst auf die Reise. Das Bestreben, räumliche Entfernungen immer schneller zu überwinden, beschleunigt das Transportwesen ganz gehörig. In dem Maße, in dem die Post Briefe und Waren regelhaft beförderte, entsteht eine bemerkenswerte Infrastruktur. Durch die Eisenbahn kommt es erneut zu einer Geschwindigkeitsrevolution. Die Verkehrszeiten verkürzen sich, die Mobilität nimmt zu. Es entstehen Produkte, die unterwegs optimal zu nutzen sind – das Smartphone ist ein beredtes Zeugnis dafür.

»Zeit ist Geld«: Der zweite Ausstellungsteil zeigt, wie Rationalisierung und Effizienzdenken den Umgang mit Maschinen und Arbeitskräften bestimmen. Es regieren Stopp- und Stechuhr. In den Fabriken und Büros geht es nur um eins: Zeit einsparen, Produktionsabläufe optimieren. Eine sich beständig drehende Warenpyramide aus Konsumgütern, die den vielversprechenden Zusatz »quick« oder »fix« tragen, zeigt, wie Schnelligkeit in den letzten 100 Jahren zum Verkaufsschlager geworden ist. Die Menschen befinden sich im Rausch der Geschwindigkeit und bleiben doch immer wieder in der Warteschleife hängen.

Der Ausstellungsbereich »Always on« widmet sich der Flut an Informationen, denen sich der Mensch zunehmend aussetzt. Wie geht er mit der Anforderung, alles gleichzeitig zu erfassen und zu erledigen, um? Schon mit der elektrischen Telegrafie entstehen Nachrichtenagenturen, die Informationen sammeln, aufbereiten und massenhaft verbreiten. Heute ist jeder ständig auf »Stand by«. Praktisch alle Jugendliche in Deutschland sind immer online. Da helfen Werkzeuge für die Selbstoptimierung, digitale Kalender, Apps und mehr. Ratgeber zum Thema »Zeitmanagement« haben Hochkonjunktur, denn die täglichen 24 Stunden wollen optimal genutzt werden. Und doch: Beschleunigungsprozesse werden ebenso euphorisch begrüßt wie kritisch hinterfragt. Angesichts des »nervösen Zeitalters« rufen Zeitgenossen bereits um 1900 nach »Entschleunigung«. Gegenwärtig ringen wir um die Balance von »Arbeit« und »Leben«. Ökologische und soziale Folgen des atemlosen Lebenswandels zeigen sich jeden Tag aufs Neue. Daher gibt es in der DASA auch Oasen der Ruhe und Spiele zum Thema Zeit. Denn die Besucher sollen in »Tempo Tempo!« vor allem eins: Die Zeit einfach mal vergessen.

Wann?

»Tempo Tempo!« ist vom 15. Juni bis zum 28. September 2014 zu sehen.
Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr,
Wochenende von 10.00 bis 18.00 Uhr

Wo?


Größere Kartenansicht

Eintrittspreise

Es gilt der Sonderausstellungstarif (Erwachsene 5 EUR).

(Quelle: PM der DASA Arbeitswelt Ausstellung)

16. Juni 2014, ts

Rubrik:
Dies & Das, Kunst & Kultur
Region:
Ruhrgebiet
Tags:
, ,

Hotels am Veranstaltungsort

Freie Hotels in
Dortmund

RSS-Feeds & Twitter

Nichts mehr verpassen.Folgen Sie uns auf Twitter!Abonnieren Sie unseren RSS-Feed

News für Ihre Webseite

Sie wollen den Besuchern Ihrer Webseite immer die aktuellsten Veranstaltungstipps und News aus NRW präsentieren?

Mit dem kostenfreien News-Service des NRW Tourismusmagazins ist das kein Problem. Einfach und ohne Programmierkenntnisse einzubinden.

Hier geht's zum News-Service

Leserbriefe

Sie haben News von interessanten Veranstaltungen oder besuchenswerten Orten für uns? Schreiben Sie unserer Redaktion!

redaktion( at )nrw-tourismusmagazin.de