Human Footprint - Satellitenbilder

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt ab Donnerstag, 5. Juni 2014, bis zum 4. Januar 2015 die neue Sonderausstellung »Human Footprint« (menschlicher Fußabdruck). 56 Satellitenbilder ermöglichen Blicke aus rund 600 Kilometern Höhe auf die Erde und zeigen, wie drastisch der Mensch die natürliche Umwelt verändert hat.

In großformatigen Kunstdrucken von 100 mal 60 Zentimeter bis 170 mal 100 Zentimeter bekommen Besucher im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Ein- und Ausblicke aus dem Weltall von verschiedenen Teilen der Erde zu den Themen Großstädte, extreme Siedlungsformen, Tourismus, Bergbau, Landwirtschaft, Verkehr und Energie. Auch Westfalen und bzw. Nordrhein-Westfalen ist zu sehen. So wird das Winterberger Hochland mit dem Kahlen Asten ebenso von oben dargestellt, wie die Münsterländer Parklandschaft, der Torfabbau in Nordwestdeutschland der Braunkohle-Tagebau Garzweiler und die Möhnetalsperre.

Die Bildmotive zeigen eine große Vielfalt unterschiedlicher Muster, Strukturen und Farbkombinationen. Kurze Fototexte erläutern in Deutsch und Englisch die Blicke auf die Welt. Sie werden durch sieben Thementafeln ergänzt, die weiterführende Informationen enthalten.

Visuelle Weltreise

Die Betrachter sollen auf eine visuelle Weltreise gehen, die neben bekannten Schauplätzen wie Venedig oder New York auch zahlreiche noch kaum beachtete Orte zum Ziel hat. Nicht der Mensch selbst wird in der Ausstellung sichtbar, sondern das Ergebnis seines gestalterischen Eingreifens auf der Erde. So werden großflächigen Rodungen oder Änderungen etwa im Zusammenhang mit dem Klimawandel sichtbar.

»Momentaufnahmen des Planeten öffnen das Bewusstsein und lassen die Verantwortung des Menschen für die eigene Zukunft erkennen«, so Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks. »Seit Jahrtausenden breitet sich der Mensch auf der Erde aus und gestaltet seinen Lebensraum in zunehmendem Maße um. Wie stark er die Landschaften und Ökosysteme auf der Erde durch sein Handeln beeinflusst, beschreibt der Begriff ›Human Footprint‹‘. Das anhaltende Bevölkerungswachstum trägt gemeinsam mit dem steigenden Lebensstandard zu einer ständigen Intensivierung der Nutzung bei. Als Folge sind die erneuerbaren Ressourcen derzeit fast dreifach übernutzt – der Natur wird also dreimal so viel entnommen wie sie durch natürliche Erneuerung bereitstellen kann«, ergänzt Paul Schreilechner von eoVision.

Satellitentechnik als Grundlage

Satelliten sind aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Sie spielen bei Navigationssystemen, Wettervorhersagen oder Fernsehübertragungen eine zentrale Rolle. Erdbeobachtungssatelliten geben wiederum laufend Informationen über den Zustand der Erdoberfläche weiter. Sie informieren über Veränderungen auf der Erde detailliert und flächendeckend.

Für die Ausstellung wurden ausschließlich Daten von Satelliten verwendet, die mit der besten derzeit verfügbaren Auflösung aufnehmen. Die Satelliten umrunden die Erde in einer Höhe von etwa 600 Kilometern. Die Aufnahmen sind mit einer Detailgenauigkeit von 50 Zentimeter je Bildpunkt mit Luftaufnahmen vergleichbar.

Am Beginn der Ausstellungsarbeit stand eine aufwändige Suche in den Archiven der Satellitenbetreiber, bei der die Ausstellungsmacher hunderte Datensätze auf ihre Eignung überprüften. Um die Besonderheiten eines Gebietes bestmöglich wiederzugeben, wurde bei der Auswahl der Daten auf Wolkenfreiheit, die passende Jahreszeit und einen optimalen Sonnenstand geachtet.

eoVision – Satellitenbilder und Geoinformation

Das in Salzburg ansässige Unternehmen »eoVision« beschäftigt sich mit Satellitenbildern und Geoinformation und hat langjährige Erfahrung in der Auswahl, Verarbeitung und Interpretation von Satellitendaten und deren Einsatz in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern wie etwa Landwirtschaft oder Infrastrukturplanung. eoVision engagiert sich in zahlreichen Bildungs- und Forschungsprojekten, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines schonenden Umgangs mit der Umwelt und einer nachhaltigen Nutzung der Rohstoffe und Ressourcen des Planeten Erde zu fördern.

Wann?

Die Sonderausstellung läuft vom 5. Juni 2014 bis 4. Januar 2015.

Wo?


Größere Kartenansicht

Eintrittspreise

Eintrittskarten für die Ausstellung sind für 3 Euro bzw. 5,50 Euro dienstags bis sonntags von 9.00-18.00 Uhr im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster, erhältlich.

(Quelle: PM des Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL)

4. Juni 2014, ts

Rubrik:
Dies & Das
Region:
Münsterland
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