Stahl und Moral - Ausstellung zur Rüstungsproduktion der Henrichshütte

Stahl und Moral - passt das zusammen? Diese Frage stellt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Freitag, 9. Mai 2014, in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen.

100 Jahre nach Ausbruch des Ersten und 75 Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blickt das LWL-Museum auf die Geschichte der Hütte als Rüstungsbetrieb zurück. Moralische und technische Deutungen werden einander gegenüber gestellt. Die Schau, die zum Großteil in der ehemaligen Geschossfabrik der Hütte gezeigt wird, ist bis zum 9. November 2014 zu sehen und wird von zahlreichen Veranstaltungen begleitet.

»Stahl und Moral« verfolgt die Geschichte der Rüstungsproduktion der Henrichshütte von den Anfängen über zwei verheerende Weltkriege bis in die Nachkriegszeit. Großexponate wie Panzer und Granaten zeichnen die Produktpalette der Henrichshütte nach. Großformatige Fotos, Zitate und viele Erinnerungsstücke ergänzen die Ausstellung. Dabei ist die Ausstellung von Gegensätzen geprägt: der aufragende Hochofen und die tiefen Luftschutzräume, Zwangsarbeiter und Werkschutz, Tod und Barmherzigkeit. »Die Exponate lösen meist beides aus: technische Faszination und moralische Fragen. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, keine Antworten zu geben, denn die Perspektiven wechseln oder verändern sich: So ist Panzerstahl heute etwa ein gesuchtes Ausgangsprodukt für hochwertige Taschenmesser oder Werkzeuge«, erklärte Dr. Olaf Schmidt-Rutsch vom LWL-Industriemuseum, am Donnerstag (8.5.2014) bei der Vorstellung der Ausstellung in Hattingen. »Wir wollen Fragen aufwerfen, und die Gäste sollen mögliche Antworten selber finden.«

Die Schau in der Henrichshütte ist ein Beitrag zum Themenjahr »Unterwelten«, das das LWL-Industriemuseum an seinen acht Standorten ausgerufen hat. Die Hauptausstellung auf der Zeche Zollern in Dortmund mit dem Titel »Über Unterwelten. Zeichen und Zauber des anderen Raums« beleuchtet Mythos und Realität der Welt jenseits des Sichtbaren. Das Spektrum der weiteren Begleitausstellungen reicht von versunkenen Schiffen über Dessous in der Mode bis hin zu jugendlichen Subkulturen im Ruhrgebiet. »Es war genau dieses Vielseitigkeit des Themas ‘Unterwelten‘, das uns gereizt hat. Es bietet ganz unterschiedliche Zugänge und inspiriert Ausstellungsmacher ebenso wie Künstler, Studierende und Schüler. Das zeigen unsere Präsentationen in diesem Jahr sehr eindrucksvoll«, so Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums.

Weitere Informationen finden Sie auf www.unterwelten.lwl.org.

Wann?

Die Ausstelleung läuft vom Freitag, 9. Mai 2014, bis zum 9. November 2014.

Wo?


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(Quelle: PM des Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL)

9. Mai 2014, ts

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Ruhrgebiet
Tags:
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