Musik und Theater im Kloster - Das Kulturfestival Dalheimer Sommer

Mit »Viel Lärmen um Nichts« startet am Freitag, 2. August 2013, das Kulturfestival Dalheimer Sommer im westfälischen Kloster Dalheim im Kreis Paderborn. Die Premiere der turbulenten Shakespeare-Komödie läutet einen vierwöchigen Veranstaltungsreigen voller Musik und Theater ein. Zum Festivalkalender gehört traditionell eine vielseitige Konzertreihe, die in diesem Jahr wieder hochkarätig besetzt ist.

Veranstalter des Festivals auf dem Gelände des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur sind die Stiftung Kloster Dalheim und der Verein der Freunde des Klosters Dalheim e.V.

Im Wechselspiel

Traditionell knüpft das Motto der Festivalspielzeit »Im Wechselspiel« an die aktuelle Sonderausstellung im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur an, die noch bis zum 3. November unter dem Titel »Heiter bis göttlich« die Kultur des Spiels im Kloster vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart zeigt.

»Zum Klosterleben gehörte nicht nur das berühmte benediktinische ,Bete und arbeite‘«, erläutert die LWL-Kulturdezernentin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kloster Dalheim, Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Ordensleute würfelten und kegelten, spielten Schach, Karten und sogar Tennis. »Neben Glücks-, Brett- und Bewegungsspielen waren Klöster aber auch Orte des Spielens von Musik und Theater«, so Rüschoff-Thale weiter.

»Unter dem Motto ,Im Wechselspiel‘ schlägt das Dalheimer Kulturfestival die Brücke zwischen Musik und Schauspiel, Alter Musik und Tango, zwischen Kirche und Schafstall, Instrumentalmusik und Gesang«, umreißt der neue Vorsitzende des Vereins der Freunde des Klosters Dalheim, Hans-Dieter Seidensticker, das ganze Spektrum des Kulturgenusses, für den erneut Gründungsintendant Dr. Wolfgang Kühnhold verantwortlich zeichnet. Seidensticker: »Das wird ein Kultursommer voller anregender und inspirierender Momente und Begegnungen.«

William Shakespeare: Viel Lärmen um Nichts

Zwischen Sein und Schein, Intrigen und höfischer Selbstinszenierung, geistreichen Wortgefechten und ausgelassenen Festen verspricht das Schauspiel Turbulenz: William Shakespeares »Viel Lärmen um Nichts« (um 1600) hat der Intendant auf den Spielplan gesetzt. »Ein Stück, dessen Titel in Anlehnung an das Festivalmotto auch ,Im Wechselspiel der Liebe‘ lauten könnte«, so Kühnhold über den historischen Komödienstoff. Da gibt es Liebe auf den ersten Blick, die dann aber kaum einer Bewährungsprobe standhält (Claudio und Hero), und es gibt Liebe auf den zweiten Blick, die umso fester hält (Benedikt und Beatrice).

»Aber Shakespeare wäre nicht Shakespeare, wenn das Lustspiel nicht unversehens drohte, sich in eine Tragödie zu verwandeln«, kündigt Kühnhold an. Dass es dann wirklich soweit kommt, verhindern schließlich ungewollt und mit »viel Lärmen« zwei Narren. Aber es ging ja »um nichts«! Wirklich »um nichts«? In der rasanten Geschichte um zwei Paare und acht Intrigen spielt ein 14-köpfiges Ensemble unter der Regie von Rüdiger Meyer. Traditionell entsteht die Dalheimer Schauspielproduktion in Kooperation mit der Studiobühne der Universität Paderborn.

Konzertreihe

Von großen orchestralen Besetzungen bis hin zum Klavierabend präsentieren die sieben Konzerte des Dalheimer Sommers musikalische Vielfalt. Während in den vergangenen Jahren die Dalheimer Tage Alter Musik den Schwerpunkt bildeten, stehen ihnen die Konzerte jüngerer Musik in diesem Jahr gleichberechtigt gegenüber. Mit der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein (Leitung: Eva Stegeman), Ars Choralis Coeln (Leitung: Maria Jonas) sowie Musica Fiata und La Capella Ducale (Leitung: Roland Wilson) ist es Wolfgang Kühnhold gelungen, Hochkaräter der Alte-Musik-Szene für das Eröffnungskonzert (4.8.2013), die Marienvesper (14.8.2013) und das Abschlusskonzert (1.9.2013) zu verpflichten. Für den kulturellen Austausch sorgen internationale Gäste: Aus St. Petersburg kommen Dmitry Sokolov und Anastasia Sokolova, Vater und Tochter, für einen Konzertabend mit Cello und Klavier (10.08.2013), aus dem italienischen Mantua, der Partnerprovinz des Kreises Paderborn, gastiert das Matova Saxophon Quartet in Dalheim (17.8.2013). Mit Arie Duo steht Tango auf dem Programm (17.8.2013), und auch der Intendant begibt sich wieder auf die Bühne für eine Rezitation – in diesem Jahr gemeinsam mit dem jungen Ausnahmepianisten Gerhard Vielhaber (30.8.2013).

Die 17 Veranstaltungen der gut vierwöchigen Spielzeit von Anfang August bis Anfang September finden Raum in drei verschiedenen Spielstätten: der spätgotischen Klosterkirche, der Konzert- und Theaterscheune »Neuer Schafstall« (Anfang 19. Jahrhundert) und einem modernen Kammermusiksaal innerhalb der historischen Klausur.

Termine

2.8., 7.8. , 9.8., 16.8., 21.8., 22.8., 28.8. und 31.8., 19 Uhr
sowie 11.8. und 18.8., 16 Uhr
Schauspiel: William Shakespeare: Viel Lärmen um nichts

4.8., 19 Uhr
Eröffnungskonzert: Novus et vetus – Im Wechselspiel
Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein (Leitung: Eva Stegeman)

10.8., 19 Uhr
Cello und Klavier – Vater und Tochter
Dmitry Sokolov und Anastasia Sokolova

14.8., 19 Uhr
Dalheimer Marienvesper: Hildegard von Bingen: In Festis B. Mariæ Virginis
Ars Choralis Coeln (Leitung: Maria Jonas)

17.8., 16 Uhr
Hello Mr. Sax
Mantova Saxophon Quartet

17.8., 19 Uhr
Histoire du Tango
Arie Duo

30.8., 19 Uhr
Konzert und Rezitation: Wort und Musik – Liszt-Paraphrasen zu Schubert-Liedern
Gerhard Vielhaber, Klavier und Wolfgang Kühnhold, Rezitation

1.9., 19 Uhr
Abschlusskonzert: Claudio Monteverdi: Vespro della Beata Vergine – Venezia 1650
Musica Fiata und La Capella Ducale (Leitung: Roland Wilson)

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.dalheimer-sommer.de

Wo?


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(Quelle: PM des Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL)

24. Juli 2013, ts

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Teutoburger Wald
Tags:
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