Albert Renger-Patzsch - Industriefotografien für SCHOTT

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eröffnet am Mittwoch, 4. April 2012, um 18.00 Uhr in seinem LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim in Petershagen die Sonderausstellung »Albert Renger-Patzsch - Industriefotografien für Schott«.

Die Ausstellung im Herrenhaus der Glashütte Gernheim zeigt circa 60 Originalabzüge, so genannte Vintage Prints des Fotografen. Renger-Patzsch dokumentierte für die Glasfabrik Schott alle Stationen der Glasherstellung – von der Zusammenstellung des Gemenges bis zum fertigen Produkt.

Die Zusammenarbeit zwischen Schott und Renger-Patzsch begann 1936. Zu diesem Zeitpunkt war Renger-Patzsch bereits ein renommierter Fotograf, der im Auftrag zahlreicher Industrieunternehmen Werke, Produkte und Produktionsabläufe dokumentierte. Auch für Schott, zunächst im Jenaer Glaswerk, nahm er alle Vorgänge des Glasmachens auf. Diese Dokumentationen setzte Renger-Patzsch ab 1954 in den Werken von Schott in Mainz fort. Seine letzten Aufträge für Schott erhielt er für das Tochterunternehmen in Grünenplan. Ab 1956 entstanden dort noch einmal Aufnahmen der Arbeitsprozesse im Glaswerk, seiner Mitarbeiter und Produkte.

Nachdem Albert Renger-Patzsch von seinem Vater die Techniken der Fotografie erlernt hatte, leitete er Anfang der 1920er Jahre das Bildarchiv des Folkwang-Verlags und war zugleich dort als Fotograf tätig: Er dokumentierte Kunstwerke, vor allem aber fertigte er Aufnahmen von Pflanzen – ihrer Struktur und Details – an. Eine Zusammenschau seines Werkes erschien 1928 unter dem Titel ‘Die Welt ist schön‘.

Seit Ende der 20er Jahre lebte Renger-Patzsch in Essen. Er verfügte über ein Atelier im Museum Folkwang und unterrichtete 1933 für sieben Monate an der Folkwang-Schule. Während dieser Zeit entstanden zugleich viele seiner Ruhrgebiets-Ansichten. Mitte der 1930er Jahre nahmen seine Aufträge für Industrieunternehmen zu. Unter anderem entstand 1937 die Firmenschrift ‘Jenaer Glas für Laboratorien’. Renger-Patzsch zählt heute zu den bedeutendsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit.

Wann?

Die Schau ist vom 4. April bis zum 3. Juni 2012 im LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim zu sehen.

Eintrittspreise

Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Wo?


Größere Kartenansicht

(Quelle: PM des Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL)

3. April 2012, ts

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Teutoburger Wald
Tags:
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