Architekturgeschichte Rheines - Die Entwicklung bis 1800

Am Sonntag, 19. Februar, präsentiert der Verkehrsverein die nächste öffentliche Führung zur Architekturgeschichte Rheines. In dieser Stadtführung soll die baugeschichtliche Entwicklung Rheines seit Ende des 30-jährigen Krieges bis zum Beginn der Biedermeierzeit vorgestellt werden.

Mittelpunkt der Führung wird der Marktplatz sein; er hat sein Erscheinungsbild im Lauf der Jahrhunderte mehrfach geändert. Der Abbruch des Alten Rathauses, das noch 1829 eine klassizistische Schauseite erhalten hatte, öffnete ihn erst zu Beginn des 20. Jhs. zur Stadtkirche St. Dionysius. Aus dem 17. Jh. sind noch einige Bürgerhäuser am Markt und dessen unmittelbarer Umgebung erhalten. Sie zeigen – wie das Beilmannsche oder Beckerssche Haus – vereinfachte Formen der Weserrenaissance. Steinkreuzfenster, Obelisken- und Volutendekor sowie aufschlussreiche Chronogramme und Inschriften beleben die Fassaden. Auch die »gute Stube« Rheines blieb von Kriegszerstörungen, Abbrüchen und verfälschenden Neubauten nicht verschont, wie ein prüfender Blick auf die West- und Südseite des Marktplatzes belegt. Barock und Rokoko sind im Architekturbild Rheines mit eher unauffälligen Lösungen vertreten.

Die barocken Bauten orientierten sich an der niederländischen Architektur mit ihrem puristischen Fassadenbild, wie es sich auch in der Architektur Münsters niederschlug, die spätbarocken Formen Schlauns konnten später kaum wirksam werden. Einige reizvolle Giebellösungen mit Rokokoelementen steuerte die Bevergerner Bildhauer- und Baumeisterfamilie Niemann bei.

Kurz nach 1800 erhielt die Rheiner Architektur einen bedeutenden Schub durch die Werke des gebürtigen Rheinensers August Reinking. Der Rundgang wird den Thie, den Falkenhof und die Emsmühle miteinbeziehen, um über den Heilig-Geist-Platz wiederum zum Marktplatz zu gelangen. Den Schlusspunkt der Führung bildet ein Ausblick auf die Architektur und Stadtentwicklung Rheines im fortschreitenden 19. Jahrhundert.

Die Führung leitet seit 2003 der Kunsthistoriker Dr. Jörg Niemer, der sich über zahlreiche Besucher freut. Fragen und Anregungen zu den besprochenen Bauwerken nimmt er gern entgegen. Der Rundgangbeginnt 11.00 Uhr am Borneplatz und endet gegen 12.30/13.00 Uhr, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr in Höhe von 4,00 € pro Person kann direkt vor Ort entrichtet werden.

Wann?

Die Führung ist am Sonntag, 19. Feburar 2012, von 11.00 bis ca 13.00 Uhr.

Wo?


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Eintrittspreise

Die Teilnahmegebühr beträgt 4,00 € pro Person.

(Quelle: PM des Verkehrsverein Rheine e. V.)

14. Februar 2012, ts

Rubrik:
Dies & Das, Kunst & Kultur
Region:
Münsterland
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