Geschichte der Druckgraphik im Schloss Reydt

Noch bis zum 3. Oktober zeigt das Städtisches Museum Schloss Rheydt einen Querschnitt aus der hauseigenen Graphischen Sammlung. Mit einer Auswahl aus der mit über 5.000 Exemplaren bestückten Sammlung zeigt das Stadtmuseum einen Querschnitt, der die Geschichte der Druckgrafik erzählt.

Die Schlacht von Jemmingen von Frans Hogenberg.Die Schlacht von Jemmingen von Frans Hogenberg (Quelle: Wikipedia [gemeinfrei]).

Sie zählt zu den besonderen Kostbarkeiten in den Beständen des Städtischen Museums Schloss Rheydt. Weil sie normalerweise aus konservatorischen Gründen gut behütet in dunklen Schränken lagert, erblickt sie äußerst selten das Licht der Öffentlichkeit. Gemeint ist die mit rund 5.000 Blättern reichlich bestückte Graphische Sammlung, die derzeit mit ausgewählten Arbeiten in einer gut besuchten Ausstellung im Herrenhaus zu sehen ist. Erstmals seit langem zeigt das Museum bis zum 3. Oktober einen Querschnitt durch die hauseigene Graphische Sammlung. Unter den Blättern befinden sich neben Zeichnungen und Aquarellen auch Blätter aus Handschriften, seltene Holzschnitte, Kupferstiche und Radierungen. Die Ausstellung soll vor allem zum Schauen anregen und die thematische wie künstlerisch-technische Bandbreite der Grafik generell von 1250 bis heute aufzeigen. Zu den Besonderheiten der Ausstellung zählt auch die Präsentation von Utensilien und Materialien, die einen Einblick in die unterschiedlichen Techniken von der Ätzradierung bis zum Hochdruck und zur Lithografie geben. Aquarellkasten und Pinsel, Zeichenstifte und Federn sind hier genauso zu sehen wie Schneidewerkzeuge, Druckplatten und Holzstöcke.

Neben der Auswahl von Künstlerportraits aus einer Epoche von rund 200 Jahren sowie einer Reihe mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften werden unter anderem Holzschnitte aus dem 15. Jahrhundert und eine kleine Anzahl Nürnberger Kleinmeister mit Kupferstichen im Miniaturformat aus dem Umfeld von Albrecht Dürer ausgestellt wie auch mehrere Hogenbergsche Geschichtsblätter, die Franz Hogenberg von etwa 1570 bis zu seinem Tode 1590 veröffentlichte. Das Museum besitzt eine der wenigen nahezu vollständigen Sammlungen dieser Blätter. 397 Kupferstiche wurden als Konvolut 1974 angekauft. Die Geschichtsblätter geben rückblickend europäische Ereignisse von 1530 bis etwa 1570 wieder, eine Art historisch-journalistischer Bildberichterstattung. Weitere Themen der umfangreichen Sammlung beziehen sich auf Schloss Rheydt selbst. Architekturvorlagen und -entwürfe aus der Zeit der Renaissance bis zum Rokoko. Außerdem zu sehen: Karten und Blätter aus dem »Himmelsatlas«, Landschaftsgrafiken des 16. Jahrhunderts sowie Blätter zur Textilherstellung und -fabrikation bis hin zum fertigen Modestück. Einen weiteren Exkurs macht die Ausstellung mit der Darstellung von Blättern des früheren Rheydter Künstlers Johann Wilhelm Preyer, dessen Nachlass in den Besitz des Museums übergegangen ist.

Deutlich macht ein Rundgang durch die Ausstellung auch, dass aus technischer Sicht die Druckgrafik überwiegt. Kupferstiche, aber auch Holzschnitte und Radierungen sind in großer Zahl zu finden wie einige frühe Lithographien, die kurz nach der Entdeckung durch Senefelder im Jahre 1796 und deren anschließender Perfektionierung entstanden sind. Einige Zeichnungen als Unikate mit Feder, Pinsel oder Stift in Tusche, Kreide, Kohle und Sepia sind ebenso vertreten. Thematisch geben sie allesamt Zeugnis einer großen Bandbreite ab: Landkarten und Stadtansichten, Ornament- und Vorlagestiche, Architekturdarstellungen, Monats- und Jahreszeitendarstellungen, Bildthemen aus der Mythologie und der christlichen Ikonografie. Wer sich Zeit und Muße bei seinem Ausstellungsbesuch gibt, erfährt eine spannende und informative Zeitreise durch die Geschichte der Graphik.

Wann?

Noch bis zum 3. Oktober, jeweils Dienstag bis Sonntag von 10.00-18.00 Uhr

Wo?


Größere Kartenansicht

Eintrittspreise

3,00 Euro
ermäßigt 1,50 Euro

(Quelle: PM der Stadt Mönchengldbach)

11. August 2010, ts

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Düsseldorf & Kreis Mettmann
Tags:
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