»Ferien im Dritten Reich« – Neue Ausstellung in Vogelsang mit regionaler Perspektive

Das Thema Freizeit im Nationalsozialismus beleuchtet das wissenschaftliche Team der vogelsang ip gGmbH in Ergänzung zu der Wanderausstellung »Freizeit im Faschismus« des Dokumentationszentrums Prora auf Rügen aus regionaler Perspektive.

Zum ersten Mal hat vogelsang ip mit der Sonderausstellung »Ferien im Dritten Reich«ein Thema der NS-Geschichte aus regionaler Perspektive aufgegriffen und bearbeitet. Sie beschreibt anhand von zahlreichen Objekten, Fotos und Dokumenten anschaulich die Bemühungen des NS-Regimes, sämtliche Lebensbereiche und damit auch die Freizeit der Menschen unter seinen Einfluss
zu bringen. Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 16. Mai 2010, 11.30 Uhr, im Forum Vogelsang.

Grundlage und Impulsgeber ist die Wanderausstellung »Freizeit im Faschismus« des Dokumentationszentrums Prora auf Rügen. Das Seebad Prora war ein zwischen 1935 und 1939 geplantes und zum Teil auch errichtetes Seebad auf Rügen. Nach seiner Fertigstellung sollten hier durch die Organisation »Kraft durch Freude“, KdF, 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen können.

Die Nationalsozialisten verbanden mit ihren KdF-Angeboten zu gemeinsamen Reisen das Erlebnis der »Volksgemeinschaft« geschickt mit dem Ziel, durch Erholungsmaßnahmen die Arbeitsleistung zu steigern und gleichzeitig eine positive Einstellung zum Regime zu fördern. Vor allem Jugendliche wurden in gemeinsamen Zeltlagern mit Spielen, Sport, Musik und Feiern im nationalsozialistischen Sinne beeinflusst.

Das wissenschaftliche Team der vogelsang ip gemeinnützige GmbH konnte in den vergangenen Monaten mit Unterstützung der regionalen Öffentlichkeit Objekte aus der NS-Zeit sammeln. Darunter sind komplette Wanderausrüstungen, Wintersportgeräte, Fotoalben, Musikinstrumente, Liederbücher und touristisches Werbematerial. Diese ergänzen die Wanderausstellung aus Prora um einen eigenständigen, regionalen Präsentationsteil.

Acht Themenfelder wie Winter- und Wassersport, Ahr-Tourismus oder Nürburgring zeigen, wie sich die Eifel während der NS-Zeit touristisch veränderte. Auch Vogelsang wird dabei erstmals als Ausflugsziel beleuchtet. Die scheinbare wirtschaftliche Gesundung mit Vollbeschäftigung ermöglichte es ab Mitte der 1930er Jahre vielen Menschen, auch individuell zu reisen: Ausflügler per Bahn, Bus, Fahrrad oder gar im eigenen Auto bevölkerten die Eifel.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung wird Johannes Bortlisz-Dickhoff, Vorsitzender des Aufsichtsrates der vogelsang ip gemeinnützige GmbH ein Grußwort sprechen. Dr. Jürgen Rostock, Leiter des DokumentationszentrumsProra/Rügen führt thematisch in das Thema Freizeit im Faschismus ein. Regionale Aspekte greift anschließend der Vogelsang-Historiker Klaus Ring auf. Der Eintritt zur Eröffnung und während der anschließenden täglichen Öffnungszeiten zwischen 10 und 17 Uhr ist frei.

(Quelle: PM der vogelsang ip gemeinnützigen GmbH)

13. Mai 2010, ah

Rubrik:
Dies & Das, Kunst & Kultur
Region:
Eifel & Aachen
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