Kurzfilmtage Oberhausen: Zurück zu den Wurzeln des Kinos

Die Kurzfilmtage Oberhausen gehen zu den Anfängen des Films und des Kinos zurück. Unter dem Titel »Vom Meeresgrund: Das große Experiment 1898-1918« wird parallel zu den Wettbewerben die bislang größte Schau früher Filme in Deutschland gezeigt.

Bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, dem ältesten Kurzfilmfestival der Welt, gehen in diesem Jahr 145 Arbeiten aus 40 Ländern ins Rennen um die begehrten Preise. Aus insgesamt 5.418 Einreichungen aus 86 Ländern wurden die Beiträge für die Wettbewerbe ausgewählt, die einen Einblick in die Vielfalt des Kurzfilms gewähren. Die Filmemacher, die es mit ihren Beiträgen nicht in die Endauswahl geschafft haben, haben die Gelegenheit, ihren Film beim »Open Screening« dem Oberhausener Publikum zu präsentieren.

Kurzfilme aus allen fünf Kontinenten

Im Internationalen Wettbewerb sind 2010 insgesamt 64 Beiträge aus 36 Ländern und allen fünf Kontinenten der Welt zu sehen. Wieder stark vertreten sind die USA und Großbritannien, aber auch kleinere Nationen wie Kasachstan, Moldawien, Libanon oder El Salvador geben mit ihren Beiträgen Einblicke in ihr vielfältiges filmisches Schaffen.

Exodus, Almagul Menlibayeva, Deutschland/Kasachstan 2009 © Almagul Menlibayeva (Quelle:kurzfilmtage.de)Exodus, Almagul Menlibayeva, Deutschland/Kasachstan 2009 © Almagul Menlibayeva (Quelle:kurzfilmtage.de)

Thematisch ist die Bandbreite groß: Von der niederländischen Hommage an den altmodischen Speisewagen in Arianne Olthaars Restauratiewagens bis zum brasilianischen Cinemascope-Spielfilm über einen Tagelöhner in Chapa von Thiago Ricarte, von der Geschichte eines gescheiterten Dokumentarfilms in Andrew Taylors australischer Produktion Siberia bis zur israelischen Performance Promotional Video der Künstlergruppe Public Movement.

Im Deutschen Wettbewerb konkurrieren 28 Beiträge um die Gunst der Jury und des Publikums. Besonders häufig sind es experimentelle Spielfilme wie zum Beispiel »Schlafende Füchse« ein experimenteller Genrefilm, ein Horrorfilm mit Vampirelementen, von Ute Ströer oder Jeanne Fausts »Reconstructing Damon Albarn in Kinshasa«, der sowohl am Internationalen als auch am Deutschen Wettbewerb teilnimmt. Mit sieben Beiträge, fünf Spiel- und zwei Dokumentarfilmen ist Nordrhein-Westfalen vertreten. Für den 12. MuVi-Preis sind zwölf Clips nominiert. Auch beim Kinder- und Jugendfilmwettbewerb, der sich an Altersgruppen von drei bis 18 Jahren richtet, dominiert der Spielfilm, aber auch Dokumentationen sind dabei. Insgesamt nehmen 37 Beiträge aus 17 Ländern teil.

Vom Meeresgrund: Das Experiment Film 1898-1918

Unter dem Titel »Vom Meeresgrund: Das Experiment Film 1898-1918« begeben sich die Kurzfilmtage auf eine Zeitreise zurück zu den Anfängen des Kinos. »Es sind Produktionen aus einer Zeit, als alle Filme Kurzfilme waren, als Kino ein gemeinsamer öffentlicher Ort für alle Altersgruppen und Klassen war – das erste weltweite Netz: Zum ersten Mal sahen Menschen in vielen Teilen der Welt die gleichen Darbietungen«, sagt Festivalleiter Lars Henrik Gass. Über 100 Filme, ergänzt durch Diskussionen und andere Begleitveranstaltungen, zeigen, wie vielfältig, fantasievoll und experimentierfreundig die Filme dieser Zeit waren.

Wann?

29. April bis zum 4. Mai 2010

Wo?


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Tickets

Eintrittskarten können ab Mitte April direkt oder telefonisch im Filmpalast Lichtburg reserviert und abgeholt werden.

22. März 2010, ah

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Ruhrgebiet
Tags:
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