»Nichts und Etwas« - Zeitgenössische Kunst in Lage

»Nichts gibt es nicht, und etwas ist immer« - zu diesem Motto haben 16 Künstlerinnen des Vereins für aktuelle Kunst Minden-Lübbecke gearbeitet. Die Ergebnisse zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in einer Schau in seinem Ziegeleimuseum in Lage. Zur Ausstellungseröffnung lädt der LWL am Sonntag, 31. Mai 2015 um 15.00 Uhr alle Kunstinteressierten in die Villa Beermann ein.

Die Ausstellung ist die Fortsetzung einer Reihe von Projekten, die 1997 begann. Unter anderem arbeiteten die Künstlerinnen schon zu den Themen Stühle, Paravents, Schattenfänger, »Hauptsache Grün und Haut«. Jetzt haben sie sich mit den Fragen »Wie kann das Nichts künstlerisch sichtbar werden?« und »Was ist eigentlich Nichts?« beschäftigt.

Die Antworten zeigen eine große Vielfalt: Das Spektrum reicht von Skulpturen über Acrylbilder bis zu Installationen. Und auch das Gedankengerüst hinter den einzelnen Arbeiten ist breit angelegt.
Rita Oremek thematisiert zum Beispiel den wissenschaftlichen aber auch den symbolischen Begriff »Schwarzes Loch«. Bettina Bradt greift den Komplex »Vertreibung und Neuanfang« auf. Ihre Mutter wurde 1946 aus Schlesien vertrieben. Fast das gesamte Hab und Gut musste sie zurücklassen und nur wenige Habseligkeiten konnte sie mitnehmen. Die Installation »Nichts mitgenommen – Etwas begonnen« besteht nur aus einem Koffer, ein paar Fotos, Briefen und Dokumenten.

Birgit Rehsies geht in ihrer Installation »Täuschung?« der Frage nach, wie Dinge von Etwas zu Nichts werden. Verpackungsband aus Kunststoff ist nach dem Einsatz als Paketsicherung wertlos geworden, also »nichts«. Aber ist es dann wirklich nichts? Oder doch etwas, nur anders?

Die teilnehmenden Künstlerinnen sind: Bettina Bradt, Inge Therese Dietrich, Ursula Gebert, Ester Hansen, Manuela Johne-Sander, Friedl Lapp, Isolde Merker, Rosita Oremek, Heidi Pfleiderer, Birgit Rehsies, Regine Rinke, Susanne Sander, Lieselotte Scherer, Annelene Schulte, Ulrike Voegele und Gudrun Wenz.

Wann?

Die Ausstellung läuft vom 31. Mai bis zum 27. September 2015.

Wo?

Eintrittspreise

Der Eintritt ist frei.

29. Mai 2015, ts

Rubrik:
Kunst & Kultur
Region:
Teutoburger Wald
Tags:
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